Leitfaden
Vergabekompass entfaltet seinen Nutzen nicht durch mehr Treffer, sondern durch bessere. Dieser Leitfaden zeigt, wie Sie in der ersten Stunde einrichten, was zählt, und wie Sie danach in wenigen Minuten pro Tag entscheiden, welche Ausschreibung Ihre Zeit wert ist.
Vergabekompass Redaktion · Aktualisiert am
Alles beginnt bei Ihrem Unternehmensprofil: Leistungen, Referenzen, Kapazitäten, Nachweise, Einsatzradius. Diese Angaben sind nicht Verwaltung, sondern die Grundlage jeder Bewertung. Je konkreter sie sind, desto genauer fällt später die Einschätzung aus, ob ein Verfahren zu Ihnen passt.
Faustregel: Wenn eine Vergabestelle Ihre Eignung aus dem Profil nicht erkennen würde, kann es die Bewertung auch nicht. Ergänzen Sie deshalb Zertifikate, Referenzprojekte mit Volumen und typische Losgrößen.
Wichtig: Nach jeder Änderung wird der Analyse-Index neu aufgebaut, damit keine veralteten Angaben in Bewertungen einfließen.
Beim Onboarding entsteht Ihr Hauptprofil, zugleich Ihr erster Suchagent. Der häufigste Fehler ist, es zu weit zu fassen: viele CPV-Codes, ganz Deutschland, kein Volumenlimit. Das Ergebnis sind hunderte Treffer, die niemand liest.
Legen Sie für Randgeschäft ein zweites Suchprofil an, statt das Hauptprofil aufzuweichen. Jeder Treffer wird gegen genau das Profil bewertet, über das er gefunden wurde — so bleiben Kerngeschäft und Nebenfeld sauber getrennt.
Hintergrund zur Funktionsweise: Suchagent für Ausschreibungen. Wenn Sie unsicher sind, welche Verfahren überhaupt für Sie infrage kommen, hilft Schwellenwerte und die Übersicht öffentliche Ausschreibungen.
Unter „Suchen“ sehen Sie Treffer nach Suchprofil gruppiert. Arbeiten Sie sie nicht der Reihe nach ab, sondern nach diesem Muster:
Ein realistischer Tagesrhythmus: fünf Minuten morgens, zwei bis drei Verfahren markieren, alles andere verwerfen.
Wie die Bewertung im Detail zustande kommt, steht in Ausschreibung auswerten; Begriffe wie Teilnahmewettbewerb oder Submissionstermin erklärt das Glossar.
Vergabeunterlagen werden nicht automatisch gesammelt, sondern erst abgerufen, wenn Sie sie brauchen: beim Bidcheck, bei der Konzeption oder wenn Sie ein Verfahren als Fall anlegen. Danach sind sie durchsuchbar — inklusive der Dateien in Archiven.
Mehr dazu: Vergabeunterlagen analysieren.
Die Einschätzung vergleicht das Verfahren mit dem jeweiligen Suchprofil und Ihren Stammdaten und nennt die Gründe. Behandeln Sie sie als Vorprüfung, nicht als Urteil.
Nützlich ist die Gegenprobe: Wenn Sie mit einem No-Go nicht einverstanden sind, fehlt der Bewertung meist eine Angabe in Ihrem Profil — Referenz, Zertifikat, Kapazität. Ergänzen Sie sie, dann wird auch die nächste Bewertung besser. Das Profil lernt durch Ihre Korrekturen, nicht durch Zufall.
Wer nur laufende Verfahren ansieht, sieht die Hälfte. Mit dem Winners-Addon nutzen Sie die Zuschlagshistorie:
Zum Addon gehören außerdem der Marktradar und das Anlegen eigener Ausschreibungen aus hochgeladenen Unterlagen — auch über Schnittstelle und KI-Assistent. Zahlen und Umfang stehen unter Preise, öffentliche Ergebnisse unter Submissionsergebnisse.
Wenn die Profile stehen, holen Sie sich die Ergebnisse dorthin, wo Sie ohnehin arbeiten:
Jede KI-Ausgabe ist als solche gekennzeichnet. Die Abgabe erfolgt weiterhin durch Sie im offiziellen Vergabeportal.
Wenn Unterlagen vorliegen, können Sie daraus gezielt Angebotsentwürfe, Konzepte oder begleitende Anschreiben ableiten. Die KI nutzt dabei Ihre hinterlegten Stammdaten, Leistungen und Referenzen, sodass die Entwürfe passen und nicht allgemein klingen.
Der MCP-Connector bringt diese Funktion in Claude, ChatGPT und andere unterstützte Assistenten. Ist der Connector aktiv, greift die KI auf Ihre aktuellen Profile und Unterlagen zurück und erzeugt so akkuratere, kontexttreuere Inhalte als bei einer reinen Textanfrage.
Mehr dazu: Angebot erstellen und KI-Assistent (MCP).